Winterstart auf Baustellen: Sturz- und Rutschrisiken gezielt senken
Zwischen Dezember und Februar ereignen sich in der Schweiz laut Suva über 21 000 Stolperunfälle im Freien, rund die Hälfte davon auf Schnee und Eis. Baustellen verbinden diese saisonale Rutschgefahr…
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Zwischen Dezember und Februar ereignen sich in der Schweiz laut Suva über 21 000 Stolperunfälle im Freien, rund die Hälfte davon auf Schnee und Eis. Baustellen verbinden diese saisonale Rutschgefahr mit wechselnden Wegen, Höhenarbeiten, Materialtransport und oft schlechter Sicht am frühen Morgen.
Winterwege vor Arbeitsbeginn sichern
Wer zuerst auf der Baustelle eintrifft, braucht einen klaren Auftrag. Zugänge, Treppen, Rampen und Sammelplätze müssen kontrolliert, geräumt und bei Bedarf gestreut werden. Verantwortlichkeit, Material und Zeitpunkt sollten vor dem ersten Frost feststehen. Eine allgemeine Bitte um Vorsicht ersetzt keinen organisierten Winterdienst.
Beleuchtung und Sicht prüfen
Dunkelheit verstärkt das Risiko, besonders zu Schichtbeginn. Provisorische Beleuchtung muss Wege, Niveauunterschiede und Hindernisse erkennbar machen, ohne Mitarbeitende oder Fahrzeugführer zu blenden. Nach Umbauten oder Baufortschritt sollte geprüft werden, ob Leuchten noch die tatsächlich genutzten Wege abdecken.
Verkehrswege laufend anpassen
Materiallager, Gerüste und Baugruben verändern die Route. Im Winter können Ausweichwege besonders problematisch sein, wenn Untergrund oder Entwässerung nicht vorbereitet sind. DIEWALD Bauconsulting unterstützt Bauunternehmen dabei, Risiken frühzeitig zu erkennen und die sichere Durchführung von Arbeiten zu planen. Begehungen sollten die aktuelle Bauphase abbilden, nicht einen veralteten Plan.
Arbeiten in der Höhe neu bewerten
Kälte, Nässe und vereiste Flächen beeinflussen Standfestigkeit, Griff und Beweglichkeit. PSAgA muss vor jedem Einsatz kontrolliert und mindestens einmal jährlich gewartet werden. Zusätzlich ist zu prüfen, ob Anschlagpunkte erreichbar, Rettungswege praktikabel und kollektive Schutzmassnahmen weiterhin funktionsfähig sind. Beschädigte oder nicht eindeutig zugeordnete Ausrüstung gehört nicht in den Einsatz.
Kurze Unterweisung vor Wetterwechseln
Mitarbeitende und Fremdfirmen müssen wissen, welche Wege freigegeben sind, wer Mängel meldet und wann Arbeiten unterbrochen werden. Eine kurze, konkrete Instruktion vor angekündigtem Schneefall kann wirksamer sein als ein allgemeines Wintermerkblatt. Die Informationen sollten zur jeweiligen Baustelle und Schicht passen.
Ergänzend sollte geprüft werden, ob Pausenräume, Materiallager und provisorische Zugänge trocken erreichbar bleiben. Ungeplante Umwege führen häufig durch Bereiche, die nicht als Verkehrsweg vorgesehen sind. Gute Winterorganisation hält sichere Routen attraktiv und verhindert, dass Mitarbeitende aus Zeitdruck riskante Abkürzungen wählen.
Besonders Schichtwechsel am frühen Morgen verdienen eine eigene Kontrolle.
Nächster Schritt
Lassen Sie Zugänge, Höhenarbeiten und Winterorganisation vor der kritischen Phase gemeinsam betrachten. DIEWALD Bauconsulting bietet einen praxisnahen Sicherheitscheck und kann notwendige PSAgA-Prüfungen direkt einplanen.
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