Eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher ist für viele Berliner Haushalte interessant – besonders wenn gleichzeitig eine Wärmepumpe oder ein Elektroauto geplant ist. Doch ob sich die Investition wirtschaftlich rechnet, hängt von mehreren individuellen Faktoren ab. Dieser Artikel hilft Ihnen einzuschätzen, wann eine fachliche Beratung sinnvoll ist.
Die Grundidee ist verlockend: Solarstrom selbst erzeugen, tagsüber nutzen und überschüssige Energie in einem Batteriespeicher für Abend und Nacht zwischenspeichern. Bei einer Wärmepumpe oder einem E-Auto ist der Stromverbrauch ohnehin hoch, sodass mehr Eigenverbrauch möglich wird. Doch die Wirtschaftlichkeit einer kleineren Solaranlage mit Speicher (SolarPLUS S) ist nicht automatisch gegeben.
Entscheidend sind zunächst Ihre aktuellen Verbrauchsmuster. Nutzen Sie Ihre Wärmepumpe oder laden Ihr E-Auto hauptsächlich tagsüber auf? Oder läuft die Wärmepumpe vor allem abends und nachts? Je besser der Solarstrom direkt genutzt werden kann, desto schneller amortisiert sich die Anlage. Ein Speicher wird wirtschaftlich attraktiver, wenn Sie einen großen Anteil des Stromverbrauchs zeitversetzt – also morgens und abends – decken möchten.
Auch die Dachfläche und Ausrichtung spielen eine Rolle. Berlin bietet durchschnittliche Sonnenbedingungen. Eine nach Süden oder Südwesten ausgerichtete, verschattungsfreie Fläche ist ideal. Haben Sie begrenzte Fläche zur Verfügung, lohnt sich die genaue Berechnung der optimalen Anlagengröße – zu klein dimensioniert, nutzen Sie das Potenzial nicht aus; zu groß dimensioniert, kann der Speicher zum Engpass werden.
Bei der Kostenbetrachtung sollten Sie den Speicher nicht isoliert sehen, sondern als Teil Ihres Energiesystems. Die Investition für eine Wärmepumpe oder ein E-Auto fällt ohnehin an. Die Frage ist: Senkt die zusätzliche Solaranlage mit Speicher meine Stromkosten langfristig genug? Mögliche Fördermöglichkeiten sollten Sie im Vorfeld prüfen lassen – das kann die Gesamtrechnung verbessern. Die verfügbaren Programme und deren Bedingungen ändern regelmäßig und sind von Ihrem konkreten Projekt abhängig.
Zeitraum und Zeitplanung sind oft unterschätzt. Wenn Sie eine Dachsanierung ohnehin anstehen haben oder eine Wärmepumpe bereits austauschen müssen, könnte eine kombinierte Planung sinnvoll sein – ähnlich wie bei der Frage, ob man bei einer Dachsanierung die Pflichtfläche belegen oder die Anlage größer planen sollte.
Wann ist eine Anfrage bei einem Fachbetrieb ratsam? Spätestens dann, wenn Sie folgende Fragen konkretisieren können: Wie ist Ihr durchschnittlicher jährlicher Stromverbrauch, und welcher Anteil entfällt auf Wärmepumpe oder E-Auto? Wie sieht Ihre Dachfläche aus (Größe, Ausrichtung, Verschattung)? Und in welchem Zeitrahmen planen Sie die Investition?
Ein Fachbetrieb kann Ihr Verbrauchsprofil mit den möglichen Erträgen abgleichen und Ihnen eine belastbare Prognose zur Wirtschaftlichkeit geben. Das erspart Ihnen später teure Fehlentscheidungen. Eine unverbindliche Anfrage bei einem qualifizierten Anbieter ist der erste Schritt, um zu klären, ob SolarPLUS S für Ihre Situation in Berlin die richtige Lösung ist.